Am 21.02.2026 demonstrierten Rechtsextreme und Neonazis im Rahmen einer Kundgebung der „Identitären“ vor der Französischen Botschaft in Wien. Die „Identitären“ mobilisierten unter ihrem Tarnnamen „Aktion 451“ zu einem Aufmarsch, der als „Mahnwache“ für den am 14.02.2026 verstorbenen neofaschisten Quentin Deranque angekündigt wurde. Bei der „Aktion 451“ handelt es sich um ein Label, unter dem die „Identitären“ gemeinsam mit dem „Ring freiheitlicher Studenten“ sowie der „Freiheitlichen Jugend“ versuchen, an Hochschulen Fuß zu fassen.
Quentin Deranque war Mitglied der neofaschistischen Gruppe „Allobroges Bourgoin“ und nahm in der Verangenheit an einer neonazistischen Kundgebung des „Comité 9 Mai“ teil. Er starb an Verletzungen, die ihm im Zuge einer Auseinandersetzung mit Antifaschist*innen in Lyon am 12. Februar zugefügt wurden. Anfänglich wurde medial vor allem die Erzählung eines Überfalls von Antifaschist*innen auf einen „friedlichen Katholiken“ am Rande einer Kundgebung der rechtsextremen Gruppe „Nemesis“, die er als Ordner schützen sollte, dargestellt. Gar von einem „Lynchmord“ war die Rede.
Videos und Recherchen von den französischen Medien „Contre Attaque“ sowie „Le Canard Enchaine“ belegen jedoch, dass die Auseinandersetzung von einer Gruppe Rechtsextremer ausging, die unter anderem mit Schlaghandschuhen und Pfefferspray bewaffnet auf eine zahlenmäßig unterlegene Gruppe Antifaschist*innen losging. Weitere Recherchen von „L’Humanite“ belegen Absprachen zwischen Mitglieder von „Nemesis“ mit der Rechtsextremen der Gruppe „Audace Lyon“, betreffend einen gemeinsamen Plan, bei öffentlichen Aktionen Antifaschist*innen zu überfallen.
Unter den Teilnehmer*innen der Kundgebung befanden sich zahlreiche Kader der neofaschistischen „Identitären“ die teilweise auch Mitglieder deutschnationaler Korporationen sind. Ebenfalls vor Ort waren Mitglieder der rechtsextremen und flämisch-nationalistischen „Nationalistischen Studentenvereinigung“ aus Belgien, die am Abend zuvor auch den „Akademikerball“ besucht haben.
Aus dem Neonazispektrum nahmen Vertreter*innen mehrerer Gruppen an der Veranstaltung teil: Aus der Schweiz waren Mitglieder der „Jungen Tat“ vor Ort, während aus Wien Neonazis der Gruppen „Noricum“, „Division Wien“, „Tanzbrigade“ sowie der „Brigada Beč“ anwesend waren.
Während der Kundgebung wurden anwesende Fotojournalist*innen von Rechtsextremen mit Regenschirmen bedrängt und bei ihrer Arbeit behindert.
Nach der Kundgebung gingen einige Kundgebungsteilnehmer*innen zum Kellerlokal der „Identitären“ in der Ramperstorffergasse 31, andere in den sogenannten „Ferdinandihof“ in der Wehrgasse 30, wo unter massivem Polizeischutz ein Vortrag des US-amerikanischen Rechtsextremisten Curtis Guy Yarvin stattfinden sollte.







































































































