Am 25.05.2025 fand in Wien die jährliche Marienprozession der „Priesterbruderschaft St Pius X.“ (Piusbruderschaft) statt. Etwa 200 Personen beteiligten sich an der Prozession, die von der Minoritenkirche ausgehend durch die Wiener Innenstadt zog. Besonders erwähnenswert ist die Geschlechtertrennung, die bei der Prozession herrschte: Der vordere Teil der Prozession blieb den Männern vorbehalten, der hintere den Frauen.
Vor der Prozession fand eine Messe statt, in der der Obere der österreichischen Piusbruderschaf Johannes Regele in seiner Predigt die schwindende Anzahl katholischer und die steigende Anzahl muslimischer Schüler*innen beklagte. Daraus leitete er einen Verfall der Sitten und Moral in Wien ab.
An der Prozession beteiligten sich mehrere Teilorganisationen der „Piusbruderschaft“ wie die „Militia Immaculatae“, die Jugendorganisation der Bruderschaft „Katholische Jugendbewegung“, die „Katholische Pfadfinderschaft St. Jeanne d’Arc“ sowie die Initiative „Österreich Betet“. Die Musikkapelle „Die Original-Kaiserjäger“ spielten im Verlauf der Prozession mehrere Stücke. Diese Kapelle ist in den vergangenen Jahren regelmäßig beim rechtsextremen „Marsch für die Familie“ aufgetreten.
Nicht nur durch die Teilnahme der „Original-Kaiserjäger“ zeigen sich die Verbindungen der Piusbruderschaft in die rechtsextreme Szene sowie der Anti-Abtreibungs-Bewegung in Wien. Dies offenbart sich auch durch die Teilnahme von Akteuren des Vereins „Human Life International“ sowie von „Pro Vita“ an der Prozession. Die Priester Stefan Frey (bis 2023 Distriktoberer der Piusbruderschaft) sowie Johannes Regele (derzeitiger Distriktoberer) beteiligten sich in der Vergangenheit am rechtsextremen „Marsch für die Familie“. Beide nahmen auch am katholisch-fundamentalistischen „Marsch fürs Leben“ teil.
















































































