Wien: Gebetsmarsch für die Familie (14.06.2025)

Am 14.06.2025 veranstaltete der Anti-Abtreibungsverein „Pro Vita – Bewegung für Menschenrecht auf Leben“ eine Gegenkundgebung gegen die zeitgleich stattfindende Wiener Regenbogenparade unter dem Motto „1. Wiener Gebetsmarsch für die Familie“. Von 2012 bis 2023 veranstaltete ebendieser Verein im Bündnis „Plattform Familie“ den rechtsextremen „Marsch für die Familie“. Das Rebranding des rechtsextremen LGBTQIA+-feindlichen Aufmarsches vom „Marsch für die Familie“ hin zum „Gebetsmarsch für die Familie“ erfolgte aufgrund des jahrelangen antifaschistischen Gegenprotests und sinkender Teilnehmer*innenzahlen, weiters sind nach dem Tod der ehemaligen Mitorganisatoren Alfons Adam und Georg Immanuel Nagl und nach der Auflösung des Vereins „Wiener Akademikerbund“ zentrale Figuren hinter dem „Marsch für die Familie“ weggefallen.

Am „1. Gebetsmarsch für die Familie“ nahmen etwa 40 Personen teil. Der Vorsitzende des Vereins „Pro Vita“, Jakob Steinbauer, erschien mit einer Prozessionsfahne der „Militia Immaculatae“, einem antimodernistischen, antijüdischen und antifeministischen „Verein von Gläubigen“ innerhalb der katholischen Kirchen. In Österreich ist die „Militia Immaculatae“ eng mit der traditionalistischen „Bruderschaft St Pius X“ (Piusbruderschaft) verbunden. So wird die Prozessionsfahne der „Militia Immaculatae“ etwa bei den Prozessionen der Piusbruderschaft getragen. Auch der Hauptsitz der „Militiae Immaculata“ befindet sich im Hauptsitz des Distrikts Österreich der Piusbruderschaft im Schloss Jaidhof in Niederösterreich.