Wien: Antifaschistischer Protest gegen die Corona-Demonstration (04.12.2021)

Zeitgleich zu den verschwörungsideologischen Kundgebungen, sammelten sich am Stephansplatz bis zu 2000 Personen zu einer Gegendemonstration. Zu den Gegenprotesten hatte ein breites Bündnis linksradikaler und zivilgesellschaftlicher Organisationen aufgerufen, die einerseits ihren Unmut gegen die rechten Versammlungen kundtun wollten und eine solidarische Bekämpfung der Pandemie forderten. 

Nach Redebeiträgen am Stephansplatz lief die Demonstration über die Rotenturmstraße bis zum Schwedenplatz. Vor der Schwedenbrücke stoppte die Demonstration und blockierte somit die Route des rechten Aufmarsches für ca. eine Stunde erfolgreich. Danach zog der Gegenprotest über die Taborstraße weiter zur Abschlusskundgebung am Karmeliterplatz. Während bei den verschwörungsideologischen Kundgebungen die Polizei eher locker auftrat und mehrmals die Demonstrant*innen unbegleitet durch die Stadt ziehen ließ, zeigte sie bei der Gegendemonstration  Präsenz und setzte offensiv auf Eskalation.

Die angemeldete Demonstration wurde auf der Schwedenbrücke von Beamt*innen der Hundestaffel am Weiterziehen gehindert. Nachdem sich ca. ein Dutzend Polizist*innen, ohne vorhergehende Provokation, unter Einsatz von Schlagstöcken einen Weg durch die Kundgebung freimachten, kam es daraufhin beinahe zum Einsatz von Pefferspray seitens der Exekutive.

Im Anschluss zur angemeldeten Veranstaltung setzte sich vom Ort der Abschlusskundgebung aus, eine Spontandemonstration mit ca. 500 Personen in Bewegung. Über eine Stunde versuchten die Teilnehmer*innen mehrfach die Brücken zum ersten Bezirk zu überqueren um die Demonstration der Verschwörungsideolog*innen zu blockieren. Im Zuge dessen setzte die Polizei Pfefferspray ein. Die antifaschistische Spontandemonstration löste sich schließlich im zweiten Bezirk auf.