Wien: Marsch für die Familie (19.06.2021)

Am 19.06.2021 fand in Wien der rechtsextreme „Marsch für die Familie“ statt. Diese christlich-fundamentalistische Veranstaltung richtet sich gegen die gleichzeitig stattfindende Vienna Pride und ist von Antifeminismus, LGBTIQ-Feindlichkeit und Antisemitismus geprägt. Die Auftaktkundgebung, bestehend aus mehreren Redebeiträgen, wurde am Stephansplatz abgehalten.

Unter den Teilnehmer*innen befanden sich Rechtsextreme sowie neofaschistische „Identitäre“. Es nahmen außerdem zahlreiche Personen aus Organisationen teil, die sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und allgemein gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und LGBTIQ-Personen richten, wie etwa „Tradition, Familie, Privateigentum“.

Als Redner traten bei der Startkundgebung unter anderem Wolfram Schrems, Stefan Frey (Distriktoberer der Priesterbruderschaft St. Pius X.), Christian Zeitz (Wiener Akademikerbund), Andreas Laun (ehem. Weihbischof in Salzburg), Ján Čarnogurský (ehem. Ministerpräsident der Slowakei), Georg Immanuel Nagl (Verein Okzident) und Emanuel Aydin (syrisch-orthodoxer Chorepiskopos) auf.

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes hat einen Bericht zum Marsch für die Familie veröffentlicht https://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/juni-2021/religioese-extremisten-demonstrieren-im-zentrum-wiens

Wie jedes Jahr gab es vielfältige Gegenproteste von Feminist*innen und Antifaschist*innen.