Wien: Verschworungsideologische Demonstration von „Direktdemokratisch“ (07.02.2025)

Am 7. Februar 2026 fand in Wien eine Kundgebung, veranstaltet von der verschwörungsideologischen Organisation „Direktdemokratisch“ um den rechtsextremen Antisemiten Martin Rutter, statt. Die Veranstaltung unter dem Motto „Neutralität & Frieden“, die monatlich vor dem Bundeskanzleramt stattfindet, bot erneut eine Plattform für verschwörungstheoretische und antisemitische Erzählungen. Etwa 150 Personen nahmen an der Kundgebung teil.

Rutter als einziger Redner der Kundgebung thematisierte die kürzliche Veröffentlichung der Epstein-Dokumente. Seit der Veröffentlichung kursiert in verschwörungsgläubigen Kreisen die Spekulation, Jeffrey Epstein habe mit Bill Gates kurz vor Ausbruch von COVID‑19 über die Vorbereitung auf eine Pandemie korrespondiert. Rutter deutete die Dokumente in seiner Rede als Bestätigung seines „Plandemie“-Narrativs – der Vorstellung, die Pandemie sei gezielt inszeniert worden.

Bei einem ersten Zwischenstopp gegenüber der Bundesgeschäftsstelle der SPÖ in der Löwelstraße hielt Rutter einen weiteren Redebeitrag, bevor die Demonstration weiter durch den ersten Wiener Gemeindebezirk zog. Rutter skandierte während des  Demonstrationszugs Parolen und hielt weitere Redebeiträge, insbesondere über die Epstein-Dokumente. Während seiner Wortmeldungen ließ sich Rutter filmen und veröffentlichte die Videoaufnahmen auf seinem Telegram‑Kanal.