Am 17.11.2023 fand vor der Universität Wien eine rechtsextreme Kundgebung statt. Anlass war die Absage eines Vortrags des Rechtsextremisten Götz Kubitschek durch das Universitätsrektorat. Der Vortrag sowie auch die Kundgebung wurden von der rechtsextremen FPÖ-Jugendorganisation „Freiheitliche Jugend / FJ“ sowie von den neofaschistischen „Identitären“ organisiert, die hierbei unter dem Tarnnamen „Aktion 451“ auftraten.
Im Vorfeld der Veranstaltung sorgte die Personalie des Anmelders für Aufsehen: Peter L., ein Polizist, hatte Kubitscheks Vortrag an der Universität Wien angemeldet. Details zur Überschneidung von Polizei und Rechtsextremen sind im folgenden Artikel zu finden:
https://www.derstandard.at/story/3000000194678/polizist-organisiert-auftritt-des-rechtsextremisten-kubitschek-an-der-universitaet-wien
Die Polizei sperrte mit einem Großaufgebot den Haupteingang zur Universität für die rechtsextreme Kundgebung ab. Kurz vor Beginn der Demonstration kam es am Rande der Polizeiabsperrung zu einem Tumult, an dem auch Götz Kubitschek selbst sowie sein Sohn beteiligt waren. Im Zuge des Tumults verlor eine Polizistin ihren Polizeigürtel, woraufhin ein rechtsextremer Fotograf aus dem Umfeld Kubitscheks ihr mit der Faust ins Gesicht schlug.
Am Rande der Demo wurde ein Journalist von einem Polizisten ohne ersichtlichen Grund gestoßen und angeschrien. Im Kontrast dazu konnte der rechtsextreme Fotograf, der die Polizistin attackiert hatte, unbehelligt weiter fotografieren.
Ein „Identitärer“ attackierte während des Tumults mehrere Polizistinnen, Götz Kubitscheks Sohn verletzte einen anderen Rechtsextremen mit einer Flasche am Kopf. Der Vorfall wird im Detail unter anderem von den Kolleg*innen des Standard beschrieben:
https://www.derstandard.at/story/3000000195997/blutige-szenen-beim-auftritt-des-rechtsextremisten-kubitschek
Kurz nach 15 Uhr begann die eigentliche Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Universität Wien. Auf den Stufen vor der Universität wurden Parolen skandiert und mehrere Redebeiträge gehalten. Mehrere hundert Personen beteiligten sich am antifaschistischen Protest gegen den rechtsextremen Aufmarsch. Mit lauten Parolen wurde versucht, die Redebeiträge der Rechtsextremen zu übertönen.
Im Anschluss an die Kundgebung wurden die Rechtsextremen in einer Straßenbahn unter Polizeischutz zur deutschnationalen „Österreichischen Landsmannschaft“ im 8. Bezirk eskortiert. Dort hielt Götz Kubitschek schließlich den Vortrag, der ursprünglich an der Universität Wien hätte stattfinden sollen.
Am selben Tag lud die rechtsextreme FPÖ zu einer Podiumsdiskussion über die „wachsende Gefahr des Linksextremismus“ mit Götz Kubitschek und Jan Wenzel Schmidt (AfD) ins Parlamentsgebäude. Unter den Anwesenden befanden sich auch mehrere „Identitäre“.
Die Kolleg*innen von democ_de haben einen Videobericht zu den Geschehnissen veröffentlicht:
https://democ.de/artikel/tumulte-bei-kubitschek-auftritt-wien/







































































