Am 01.10.2025, dem Beginn des neuen Semesters, trafen sich etwa 30 deutschnationale Burschenschafter zum wöchentlichen „Couleurbummel“ auf der Rampe des Hauptgebäudes der Universität Wien.
Seit Jahrzehnten finden sich fast jeden Mittwoch um 12 Uhr Burschenschafter mit Kappe und Band in ihren Verbindungsfarben auf der Rampe ein. Die Kundgebungen stehen klar in der Tradition von völkischem Antisemitismus.
Veranstaltet wird die Kundgebung von den Korporationen des „Wiener Korporationsrings“ (WKR). In der Vergangenheit besuchten wiederholt Neonazis die Kundgebungen. Ein Burschenschafter und nunmehrig Jurist in einer Wiener Anwaltskanzlei, wurde im Jahr 2021 wegen einer 2019 auf dem sogenannten „Couleurbummel“ gehaltenen Rede im Andenken an die deutsche Wehrmacht und die Soldaten NS-Deutschlands nach dem NS-Verbotsgesetz verurteilt.
Nach Beendigung der rechtsextremen Kundgebung verließen die Burschenschafter die Rampe und begaben sich zur „Gastwirtschaft Blauensteiner“, wo Herwig Götschober (B! Bruna Sudetia), ebenfalls Burschenschafter sowie Refent im Büro des rechtsextremen Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz (B! Libertas), dazustieß. Der Wirt der „Gastwirtschaft Blauensteiner“ empfing die eintreffenden Burschenschafter mit Handschlag.



































Unter dem Motto „Keine Burschis auf der Unirampe!“ organisierten Antifaschist*innen einen Gegenprotest, an dem ca. 70 Personen teilnahmen. Schon lange wird ein Verbot der Aufmärsche gefordert, welches die Universitätsleitung bis jetzt nicht unterstützt.



