Wien: Solidaritätskundgebung für das islamistische Regime im Iran (15.03.2026)

Am 15. März 2026 fand am Wiener Stock-Im-Eisen-Platz eine Solidaritätskundgebung für das islamistische Regime im Iran unter dem Motto „No War on Iran“ statt. Veranstaltet wurde diese von der „Islamic Association of Iranian Students in Vienna“. Anlass war die Militäroffensive der USA und Israels gegen den Iran, die seit dem 28. Februar 2026 andauert. Zur Kundgebung riefen unter anderem die linken antisemitischen Gruppen „Antiimperialistische Koordination“ sowie „Palästinasolidarität“ auf.  An der Veranstaltung nahmen bis zu 100 Personen teil.

Eine ähnliche Organisation mit dem Namen „Islamic Association of Vienna University Students“ hatte am 6. Jänner 2020 zu einer Gedenkkundgebung für den Kommandeur der Iranischen „Al Quds Brigaden“ Qassem Soleimani und den Leiters der irakischen Dachorganisation schiitischer Milizen „Al-Haschd asch-Schabi“ Abu Mahdi Al-Muhandi aufgerufen. Beide wurden am 3. Jänner des selben Jahres durch eine US-Drohne getötet.

In den Redebeiträgen wurde mehrfach der zwei Tage zuvor begangene „Al-Quds-Tag“ thematisiert. Dieser wurde 1979 bei der Gründung der Islamischen Republik Iran auf Initiative des „großen Führers“ – so wie einige Redner ihn nannten – Ruhollah Khomeini begründet und findet jährlich am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan statt. Dieser antisemitische Protesttag wurde in einem Redebeitrag als „Protest freier Nationen gegen Unterdrückung, Tyrannei und Besetzung durch das kapitalistische und koloniale System“ dargestellt. Dieser Tag dient im Iran als Anlass für staatlich organisierte Massenproteste, bei denen zur Vernichtung Israels aufgerufen wird.

Neben Fahnen der Islamischen Republik Iran waren auch zahlreiche Portraits des am 28. Februar 2026 bei einem israelisch-US-amerikanischen Angriff getöteten ehemaligen iranischen Revolutionsführer und Holocaustleugner Ali Khamenei zu sehen. Auffällig war, dass Kinder für das Hissen der Fahnen und die Präsentation der Plakate eingesetzt wurden. Auch ein Redebeitrag wurde von Mädchen verlesen.

Mehrere Demonstrationsteilnehmer*innen trugen Bilder der bei einem Angriff der USA auf eine Schule getöteten Mädchen.