Wien: Rechtsextreme Gedenkkundgebung für Charlie Kirk (12.09.2025)

Am 12.09.2025 veranstalteten die neofaschistischen „Identitären“ gemeinsam mit der rechtsextremen „Freiheitlichen Jugend“ eine Kundgebung in Gedenken an den am 10.09.2025 erschossenen rechtsextremen Charlie Kirk, sowie an Iryna Zarutska, eine geflüchtete Frau aus der Ukraine, die am 22.08.2025 in Charlotte (USA) erstochen wurde.

An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen etwa 50 Personen teil, die großteils den „Identitären“ und der „Freiheitlichen Jugend“ angehörten. Auch Personen die dem christlich-fundamentalistischen Spektrum zuzuordnen sind nahmen an der Versammlung teil.

Zur Kundgebung hatten die „Identitären“ sowie die „Freiheitliche Jugend“ aufgerufen. Die rechtsextreme  FPÖ-Vorfeldorganisation erwähnte in ihrer Ankündigung nur Charlie Kirk, während die „Identitären“ auch Iryna Zarutska erwähnten.

Als Redner traten Martin Sellner („Identitäre“), Jan Staudigl („Freiheitliche Jugend“), Alexander Ehrlich („Honk for Hope“) sowie Christoph Albert („Identitäre“, „Freilich Magazin“) auf.

Der Antisemit und Rassist Charlie Kirk war ein berühmter Influencer und Unterstützer Donald Trumps, der während eine Kundgebung erschossen wurde. Seit seiner Ermordung gilt er in der rechtsextremen Szene als Märtyrer.

Während Kirk in Redebeiträgen als „Vorkämpfer“ und „Held“ gedacht wurde, war das Gedenken an Zarutska vor allem rassistisch geprägt. Ihre Hautfarbe sowie die Hautfarbe des Täters wurden in den Fokus gerückt. Das rassistische Framing des Mordes an Zarutska war bereits in der Mobilisierung sichtbar. So schrieben die „Identitären“, sie wäre aufgrund ihrer Herkunft ermordet worden und sprachen von „ethnischer Gewalt“. Dies wurde auch in Christoph Alberts Rede erkennbar, als er in Zusammenhang mit der Ermordung die rechtsextreme und rassistische Parole „White Lives Matter“ verkündete. 

Etwa 20 Antifaschist*innen protestierten gegen die rechtsextreme Veranstaltung.