Wien: Antisemitischer Block bei antiimperialistischer Demonstration (01.05.2026)

Zum 1. Mai zogen diverse Demonstrationszüge durch die Innenstadt. Darunter auch die „Internationalistische 1. Mai Demo“, eines Bündnisses aus diversen Wiener K-Gruppen*. Mehrere Organisationen riefen dazu auf, sich  innerhalb dieser Demonstration als „Intifada Bloc“ zu formieren. Zu diesem aufgerufen haben neben der queerfeministischen Gruppe „ROSA“ das „Palästinaforum“,  der „Arabische Palästina Club“ und die Gruppe „Students of the Palestinian Cause in Austria“ (SPC). Der „Arabische Palästina Club“ rief seit Beginn der israelisch-US-amerikanischen Offensive im Februar 2026 gegen den Iran wiederholt zu Demonstrationen auf, auf denen antisemitische Rhetorik und die Verharmlosung bis hinzu Verherrlichung des iranischen Regimes das Bild prägen. 

Die Gruppe „Students of the Palestinian Cause in Austria“ (SPC) gründete sich kurz nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und fällt seitdem durch positive Bezugnahmen zu dem Anriff und den daran beteiligten islamistischen Gruppen auf. Die Gruppe SPC schmückt ihre Transparente oftmals mit einem roten Dreieck, das seit November 2023 im Zusammenhang mit anti-israelischen Protesten als Zeichen der Unterstützung für die Hamas gilt.

Den „Intifada Bloc“ ging die Gruppe „Antiimperialistische Liga“ sowie eine Gruppe Aktivist*innen voraus, die ihre Unterstützung für das islamistische Regime im Iran mit dessen Fahnen zeigten. Die erste Reihe des Blocks trug mehrere Transparente die der Gruppe SPC zuzuordnen sind und auf denen rote Dreiecke sowie Aufrufe zur Intifada zu sehen waren.

*“K‑Gruppe“ (auch „rote Gruppe“) bezeichnet kadermäßig organisierte Kleinstformationen auf orthodox‑kommunistischer Traditionsbasis; erkennbar an oft einheitlich roten Tüchern und Fahnen, eigenen Publikationen sowie demonstrativer Präsenz in Stadtteilen und Betrieben. Kritisiert werden Entryismus, rigide Hierarchien und teils antisemitische Rhetorik; die inszinierte organisatorische Stärke wird zudem als Ersatz für demokratisch‑basisorientierte Formen der politischen Organisation gesehen.